Franiek, Corinna (2008) Das Altern als gesamtgesellschaftliche Herausforderung -Konsequenzen des Wandels von Altersideen und Lebensläufen für betriebliche Arbeitsgestaltung und die Sozialpolitik. ["eprint_fieldopt_thesis_type_diplom-magister" not defined], Universität Oldenburg.

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Abstract

Die Relevanz der Themen Alter, Altern, sowie demographischer Wandel wurde gerade in jüngster Zeit deutlich. Die ARD widmete sich ab dem 21. April 2008 für eine Woche verstärkt dem Thema „Mehr Zeit zu Leben“ und zeigte Chancen einer alternden Gesellschaft auf. Am 14. Juli 2008 wurde in Halle feierlich die Leopoldina zur „Nationalen Akademie der Wissenschaften“ ernannt, welche sich auch dem Thema demographischer Wandel widmen will und zusammen mit „acatech“ einen Bericht über „Chancen und Probleme der alternden Gesellschaft“ veröffentlichen will. In der Tagespolitik begegnen wir diesem Thema im Zusammenhang mit Diskussionen um den Renteneintritt, aber auch im Rahmen von Debatten über die „richtige“ Rentenpolitik; zum 01. Juli 2008 sollen die Renten um 1,1 Prozent erhöht werden. Die Gruppe der Senioren – der Alten – nimmt in Deutschland zu, dies sagt jedoch nichts über ihre Lebensumstände und ihren Platz in der Gesellschaft aus, welches jedoch anhand dieser Arbeit untersucht werden soll, ebenso wie die Auswirkungen des Wandels von Altersideen und Lebensläufen auf die Arbeitsgestaltung und die (Sozial)Politik. Dies geht jedoch nicht ohne aufzuzeigen, was den Wandel ausmacht und von welchem status quo ausgegangen wurde. Altern ist vor einem gesamtge-sellschaftlichen Hintergrund zu sehen, denn die Alterung unserer Gesellschaft beeinflusst unser Leben und wirkt sich auf unsere Gesellschaft aus. Die Gesellschaft hat Einfluss auf die Alterung, auf die alten Menschen, auf das „Bild“, das Individuen von alten Menschen haben und den Umgang mit ihnen. M. FRISCH beschreibt im treffend, wie die Menschen den Mitmenschen Stereotype und Vorurteile zuschreiben und wie diese die Stereotype annehmen und sich ihnen anzupassen versuchen. Ein jeder von uns neigt dazu, in Stereotypen oder Kategorien zu denken und dies trifft auch auf unsere Sicht und die Beurteilung alter Menschen zu. Weiterhin wird geprüft, wie es zu der Prägung bestimmter Sichtweisen kommt und was die vorherrschenden Bilder zu alten Menschen in unserer Gesellschaft sind. In diesem Zusammenhang soll auch eine Betrachtung zu kulturell und historisch unterschiedlichen Einschätzungen des Alters angestellt werden. Ein weiterer zu durchleuchtender Aspekt soll den demographischen Veränderungen in unserem Land nachgehen: wie es zur demographischen Alterung kam, was Bestimmungsgrößen demographischer Alterung sind und wie sich die Bevölkerungsentwicklung auf die Gesellschaft auswirkt – dies nicht nur auf finanzieller oder gesellschaftlicher Ebene, sondern auch vor dem Hintergrund der Beurteilung alter Menschen. Es soll geprüft werden, wie die Gruppe der Alten in Deutschland lebt, wie wohl sie sich fühlt und was Alter eigentlich ausmacht. Ebenso soll untersucht werden, ob und welche Altersbilder in unserer Gesellschaft vorherrschend sind und wie sich die Entwicklung dieser erklären lässt. Weiterhin wird der Frage nachgegangen, was Veränderungen von Familienbildern und Familienstrukturen für Auswirkungen auf das Altern haben. Die Lebenszufriedenheit Alter soll unter Zuhilfenahme der OASIS-Studie geklärt und in einen internationalen Zusammenhang gestellt werden.

Item Type: Thesis (["eprint_fieldopt_thesis_type_diplom-magister" not defined])
Uncontrolled Keywords: Altersideen, demographische Alterung, Altern kulturell
Controlled Keywords: Altenpolitik , Alterssoziologie , Altenbildung , Alter , Altenbild , Alteneinrichtung
Subjects: Social sciences > Social sciences, sociology, anthropology
Divisions: School of Educational and Social Sciences > Department of Social Sciences
Date Deposited: 17 Jan 2013 14:22
Last Modified: 17 Jan 2013 14:22
URI: https://oops.uni-oldenburg.de/id/eprint/790
URN: urn:nbn:de:gbv:715-oops-8386
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